Portaner CDU und FDP sind durchgefallen

6. Juni 2010 | Von Norbert | Kategorie: Politisches Tagesgeschehen

Die Bürger des Mühlenkreises und im besonderen die Portaner Bürger haben bei der Landtagswahl ein eindeutiges Urteil über die Kandidaten gefällt. Ganz besonders desolat ist das Stimmenergebnis für Abruszat.
Nur 6%, das sind in Zahlen 973 Stimmen – auf Kreisebene sind es sogar noch weniger – in Prozenten. Deutlicher konnte das Signal des Wählers kaum sein: Die Bürger wollen Abruszat nicht im Landtag! Einen schlechteren Start konnte der neue designierte Landtagsabgeordnete kaum hinlegen. Trotzdem ist es durch unser Wahlrecht möglich, dass ein Kandidat in den Landtag einzieht, der in der Bevölkerung äußerst unbeliebt ist und eindrucksvoll den Nachweis seiner nicht vorhandenen Qualifikation in den vergangenen Jahren erbracht hat: Weder konnte er die Organisationsstruktur der Stadtverwaltung effektiv gestalten noch genoss er das Vertrauen der Belegschaft. Auch konnte Abruszat keine Impulse im Bildungsbereich setzen. Schon gar nicht wirkte er lösungsorientiert an der Vielzahl bestehender Probleme wie die Entschuldung unserer Stadt oder die Verbesserung der Information unserer Bürger mit. Diese Liste der beruflichen Defizite könnte beliebig fortgesetzt werden und sogar um zahlreiche persönliche Defizite erweitert werden: Denken wir beispielsweise nur an seine Übergriffe gegenüber ihm Untergebene und somit den Missbrauch seines Verantwortungsbereiches als Vorgesetzter. Oder Benutzung der Diensttelefonnummer für private Zwecke, was auf Anfrage beim Bürgermeister nur damit beantwortet wurde:”Die Nummer ist von der FDP Internetseite gelöscht und damit ist die Sache erledigt.” So aber funktioniert unsere Demokratie und sorgt für Frust beim Bürger, was sich in immer mehr Wahlmüdigkeit niederschlägt. Persönliche Netzwerke und Fürsprecher sind wichtiger als erbrachte Arbeitsleistungen. Die Hauptsache ist, dem Wähler wird Sand in die Augen gestreut und die Wahrheit wird verschleiert. Da die Wähler aber nicht so dumm sind, wie einige Politiker das immer noch meinen, sinkt die Wahlbeteiligung stetig.
Sehr interessant sind auch die Aussagen unserer Fraktionsvorsitzenden im Portaner Rat, oder das, was Sie nicht gesagt haben: Cornelia Müller-Dieker, FDP und Kurt Baberske, CDU äußern sich überhaupt nicht zur Personalie Abruszat, welche Abhängigkeiten mögen da wohl bestehen? Könnte es vielleicht mit dem Festhalten des Fraktionsvorsitzenden Prasuhn nach seiner Trunkenheitsfahrt und der Umwandlung von Ackerland in Bauland eines CDU Ratsmitgliedes zusammenhängen? Friedrich Vogt von den Bündnisgrünen lobt den Beigeordneten der Stadt Porta Westfalica über den grünen Klee. War es nicht die Fraktion der Bündnisgrünen im Rat der Stadt Porta Westfalica, die im Zuge der Belästigungsaffäre die sofortige Abberufung des ersten Beigeordneten Abruszat gefordert hatte? Was für eine beispiellose Kehrtwende einer Partei, die sich in immer größere Abhängikeit der größeren Portaner Parteien begibt und ihre Ideale zu Gunsten der Teilnahme an der Macht freiwillig aufgibt. “Ganz gute Arbeit” attestiert SPD Fraktionschef Rainer von Marcholewski dem Beigeordneten Abruszat. In einem Arbeitszeugnis wäre dieser Zusatz ein vernichtendes Urteil für den Bewerber, würde im günstigsten Fall mittelmäßig bedeuten und im schlechtesten Fall Unfähigkeit bescheinigen. Vorsicht ist geboten, “nicht einstellen”, würde man zwischen den Zeilen lesen. Aus vielen Gesprächen ist mir mittlerweile bekannt geworden, dass nicht nur die Mitarbeiter der Kreisverwaltung glücklich waren, als Sie Abruszat nach Porta Westfalica abgeben durften. Auch die Portaner Verwaltungsmitarbeiter haben Bürger gebeten, die FDP zu wählen, damit auch wirklich Abruszats Wechsel in den Düsseldorfer Landtag gewährleistet ist. Aus Gesprächen, die ich am Wahlsonntag im Kreishaus mit Landespolitikern geführt habe, ist offensichtlich geworden, dass diese über die Personalie Abruszat bestens informiert sind und seine von ihm steil geplante Karriere kritisch beobachten werden.

So gesehen war die NRW Landtagswahl 2010 doch noch ein kleiner Erfolg für die Bürger in Porta Westfalica.

Keine Kommentare möglich.