Bürgermeister Böhme rudert rückwärts!

5. März 2009 | Von Norbert | Kategorie: Politisches Tagesgeschehen

Im Januar 2007 versuchte der Erste Beigeordnete Kai Abruszat den Tagesordnungspunkt “Stadtfest”  im Bildungsausschuss rasch abzuhandeln  (MT Artikel vom 26.01.2007).
Der Kurs war von Bürgermeister Böhme vorgegeben, die Privatisierung des Stadtfestes mit dem Ergebnis 30.000 Euro einzusparen! Das Husarenstück gelang, obwohl sich aus dem Bildungsausschuss Widerstand regte. Auch wurde von der Verwaltungsleitung der “Arbeitskreis Stadtfest” in Frage gestellt, dies beweist eine Beschlussvorlage vom 29.01.2007 aus dem Portaner Rathaus.
Das Stadtfest Porta Westfalica startete 1979 als Bürgerfest, um die Menschen der umliegenden Ortschaften zusammen zu bringen. Vereine verkauften Speisen und Getränke, um sich dadurch von Zuschüssen und Spenden unabhängiger zu machen.
Der Schützenverein Veltheim von 1892 e.V. verkaufte bis 2006 selbstgemachte Reibekuchen und Altbier an eigenen Ständen.
Der Männergesang Verein Neesen/Lerbeck hatte seinen Bierwagen direkt am Brunnen und musste einer Bühne weichen, die auch von der Rathausband (am Schlagzeug Bürgermeister Böhme, Gesang Kai Abzuszat) genutzt wurde. Durch das neue Konzept 2007 war es vielen Vereinen nicht mehr möglich teilzunehmen.
Obwohl das Fest privat vergeben war,  sind städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Planung und Organisation betraut gewesen. Der Zuschuss von 12.500 Euro wurde auch wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist zu hinterfragen, wo das Geld herkam?  Sind die Stadtwerke und ihr Geschäftsführer Noack vielleicht gezwungen worden, eine verdeckte Gewinnausschüttung zu leisten? Dies käme einer Subvention gleich, denn die Gebühren werden von uns Bürgern an die Stadtwerke gezahlt.
Engagierte Bürgerinnen und Bürger gründen nun auf  Initiative des Holzhausers Michael Hausdorf einen Stadtfestverein, mit dem Ziel das “Wir Gefühl” zu beleben. Weitere Schlagworte sind weniger Kommerz, mehr familiäre Atmosphäre! Ihre zentrale Feier wollen Portaner wieder selbst organisieren. Ausgerechnet Bürgermeister Böhme, der für die Stadtfestmisere verantwortlich ist, übernimmt den Vorsitz des Stadtfestvereins. Dabei sollte man es vermeiden, dass die Verwaltungsleitung – also Bürgermeister Böhme und Erster Beigeordneter Abruszat – noch einmal eingreift, um eine erneute Misere abzuwenden.

Ein Kommentar
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  1. Guten Tag, Herr Krause.

    Wenn ich mich auch dem Kommentar von „Praxi“ nicht anschließen will, muss ich doch sagen, dass ich verwertbare Aussagen von Ihnen vermisse. Es wäre sicher von Nutzen und der Meinungsfindung dienlich, wenn Sie mal konkret sagen würden, wofür Sie stehen, was und wie Sie etwas ändern wollen. Da Sie als Parteiloser antreten, kann man sich ja keine Meinung durch ein Parteiprogramm o. ä. bilden.
    Da ich mich nicht scheue meinen Namen anzugeben, verbleibe ich
    mit freundlichen Grüßen
    G.Wundes